Neue starke Partner für den CCUS-Hochlauf in Ostdeutschland: ITAD und Equinor unterstützen die CCUS-Initiative Ostdeutschland
Die CCUS-Initiative Ostdeutschland wächst weiter: Mit der Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland e.V. (ITAD) und Equinor gewinnen wir zwei weitere starke Unterstützer, die eine zentrale Rolle beim Aufbau einer leistungsfähigen CO₂-Wertschöpfungskette in Deutschland und Europa spielen.
Damit erweitert sich das Netzwerk der Initiative um zwei entscheidende Akteure, die den Hochlauf einer wettbewerbsfähigen Carbon Capture, Utilization and Storage (CCUS)-Wirtschaft aktiv unterstützen und ihre Expertise in die Entwicklung eines ostdeutschen CO₂-Marktes einbringen.
ITAD: Unverzichtbarer Partner für negative Emissionen und Kreislaufwirtschaft
Die ITAD vertritt die Interessen von mehr als 90 thermischen Abfallbehandlungsanlagen und repräsentiert damit rund 95 Prozent der deutschen Behandlungskapazität für Siedlungs- und Gewerbeabfälle.
Thermische Abfallbehandlungsanlagen sind ein zentraler Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie sorgen nicht nur für die sichere Entsorgung nicht mehr recycelbarer Abfälle, sondern leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung. Jährlich erzeugen die Anlagen Millionen Megawattstunden Strom, Prozessdampf und Fernwärme und ersetzen dadurch fossile Energieträger.
Für die Entwicklung einer CCUS-Wirtschaft kommt den Anlagen eine besondere Bedeutung zu. Ein erheblicher Teil der bei der Abfallverbrennung entstehenden CO₂-Emissionen stammt aus biogenen Quellen. Durch die Kombination von CO₂-Abscheidung und geologischer Speicherung können hier künftig negative Emissionen erzielt werden, die für das Erreichen der Klimaneutralität unverzichtbar sind. Mit der ITAD gewinnt die CCUS-Initiative einen Partner, der die Perspektiven der Abfallwirtschaft in die Diskussion einbringt und die Potenziale sektorübergreifender CO₂-Infrastrukturen unterstützt.
Equinor: Erfahrung entlang der gesamten CCUS-Wertschöpfungskette
Mit Equinor schließt sich zugleich eines der führenden Energieunternehmen Europas der Initiative an. Der norwegische Konzern treibt den Aufbau einer internationalen CCUS-Wirtschaft seit Jahren maßgeblich voran und verfügt über umfassende Erfahrungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der CO₂-Abscheidung über den Transport bis hin zur dauerhaften Speicherung.
Besonders hervorzuheben ist das Engagement von Equinor beim Projekt Northern Lights, das als eines der weltweit bedeutendsten Speicherprojekte für Kohlendioxid gilt. Das Projekt schafft die Voraussetzungen dafür, abgeschiedenes CO₂ aus europäischen Industriestandorten sicher zu transportieren und dauerhaft unter dem Meeresboden der Nordsee zu speichern.
Für die Industrie in Ostdeutschland sind solche internationalen Speicher- und Transportlösungen von zentraler Bedeutung. Sie schaffen die notwendige Perspektive für Unternehmen mit schwer vermeidbaren CO₂-Emissionen und ermöglichen Investitionssicherheit für den Markthochlauf von CCUS.
Gemeinsam die Voraussetzungen für den Hochlauf schaffen
Der Beitritt von ITAD und Equinor zeigt, dass die Herausforderungen der Dekarbonisierung nur gemeinsam gelöst werden können. Abfallwirtschaft, energieintensive Industrie, Infrastrukturbetreiber, Energieunternehmen und Politik müssen zusammenarbeiten, um die erforderlichen CO₂-Transport- und Speicherlösungen rechtzeitig verfügbar zu machen.
Die CCUS-Initiative Ostdeutschland setzt sich dafür ein, diese Akteure zu vernetzen und die Voraussetzungen für eine leistungsfähige CO₂-Infrastruktur zu schaffen. Ein wichtiger Baustein dabei ist die Entwicklung eines CO₂-Sammelnetzes Ost, das industrielle Emittenten mit Transport- und Speicherlösungen verbindet und damit die Grundlage für eine erfolgreiche CCUS-Wirtschaft in Ostdeutschland legt.
Wir freuen uns, mit ITAD und Equinor zwei weitere starke Partner an unserer Seite zu haben und gemeinsam den Weg zu einer klimaneutralen und wettbewerbsfähigen Industrieregion zu gestalten.